Winterherz

An manchen Tagen scheint
der Zauber des Sommers fern’
und ich spüre erneut wie im Rausch
jenen altvertrauten Schmerz,

ein trauriges Winterblatt
schneebedeckt in meiner Hand.

Fern und ferner
trägt mich die süße Melodie
meiner liebsten Erinnerung

und mir war, als wäre
in mir dünnes Eis
– das Herz zu Winter erfroren.

Kalt und kälter noch
schwebt der frostige Wind der Liebe
bis in meine Seele hinein

auf dem Grund des weißen Ozeans

verhüllt in Unschuld ist mein Leid,
verhüllt in Nacht ein kleiner Funke glimmt.

Das Feuer meiner Seele
längst vergeben und vergessen
jede unerhörte Träne

noch immer voll Hoffnung und der Liebe

ein Anfang für das Sterben dieser Welt
– im Traum des warmen Neubeginns.

Mein Hoffen, mein Vergeben
mein ungebrochenes Lieben
dem bitterkalten Eis eine urtümliche
Form der Eleganz geben

und sich wiegen sanft im Wind
als ein Lied der Schöpfungskraft.

Mein Winterherz, gebrochen
die Farben meiner Sommerseele küsst

allem Leid, allem Schmerz
jeder Scherbe dieses Lebens
zum Trotz

– und dankbar,
voll Glaube an Barmherzigkeit

sich selbst neu erweckt.

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