Herbst

Ein heißer Kaffee dampft
in meinen Händen,
spiegelt müde-warm
die matten Lichter
himmelnasser Schwärze
und hält die Hitze in mir
wohlig für den Moment
— an einem Tag, in dem die
Trauer spricht, das Einsamsein
zur Gänze singt.

Ich halte Splitter meines Herzens
rot und brach wie
trockener Sand in den Fäusten
ehe Treibsand zwischen
jeder Furche kalt verrinnt,
dem Regenschauer
herbstlich winkt — und ich
sinniere über’s Alte,
nur für winzige Sekunden.

Lange ist es her,
seit die Sonne meines Herzens
dem Herbste leise wich
und sich schlafen
legte hier, zwischen
Nacht und Dämmerung;
wo ich glauben will
auch dann, so dampfend,
so belebend wie jeder
Tropfen reinsten
Koffeins — bis alle
Müdigkeit erwacht,
dem Frühling gleich
sein Lachen findet von neuem;

gib Acht, du gutes Herz
das bei Regen du gingst fort;
du Herz, das mich verließ
und ich liebte innig ohne Reue…

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