Wächtergötter

Einst im Ewigen zur Wache, ein roter Feuergott
über Leben, Tod und Erde,
in der Menschen stillen Spott
fern irdischer Grenzen hoch.

Als starres Bildnis er bezeichnet, im Lande überall
bloß Fleck am Himmel, reglos,
bei Friede und Krawall.

Áed er genannt, als Herr der Himmelsflamme,
zum Schutze und Wohle aller
wann immer auch gefordert,
man ihn auch spöttisch stets verdamme.

Wie immer er gehasst
als schließlich kam der böse Bruder,
nicht erhört der Menschen Rufe
seine Möglichkeit verpasst.

Doch schaute er genau, herab auf Erdenboden
auf der Menschen Leiden erbost,
der Wunsch zu helfen ihnen laut
des Donners Zorne nur zum Trost.

Und so brach seinen Schwur
er in tiefster Unruhe nun,
zu lange verdammt zum dulden
gewillt zum errettenden, großen Tun.

Lernen sollten sie, alleine für sich,
doch konnt‘ nicht länger er
als sogenannter Wächtergott
alles Leid ignorieren,
und sie lassen still im Stich.

So waren überrascht
alle Menschen von ihm,
war auch Spott und Hass im Herzen,
einst leitende Kraft.

Áed kam und siegte
über des Bruders Dunkel und Gesetz,
ehe zu Asche er verbrannte
und jedes Herz sein Erbe liebte.

Als göttlicher Rebell
er darauf weit bekannt,
hat errettet er trotz Verbot
des Menschen fruchtbares Land.

Vertraut auf eure warmen Herzen,
sein letztes, weises Wort,
ganz gleich der Lebenslage
an jedem Weg und Ort.

Und so lernte der Mensch, auf anderem Wege
zu arbeiten und zu lieben für sich,
auch ohne gottgleiche Hilfe
mit Hand und Herz frei
solange er nur auch aufrecht lebe.

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