Wege und Erkenntnisse des Lebens

Ich wollte Schlachten schlagen, die ich für nötig wähnte, doch erkannte ich: Es gilt keine Schlachten zu schlagen.
Ich wollte kämpfen für das mir Wichtige, doch erkannte ich: Mit dem unsichtbaren Schwert in Händen zu laufen ist Vergeudung.
Ich wollte verändern alles und jeden im jugendlichen Eifer, doch zeigte mir das Leben: Mit uns selbst, nicht mit anderen beginnen Veränderungen, bei uns selbst und in uns selbst liegt ihr Schlüssel.
Ich wollte beweisen mich und meine Liebe, doch zeigte mir mit der Zeit mein Herz: Zu beweisen gilt es nichts, einzig zu leben in vollen Zügen.
Ich wollte finden Pfade zur Erfüllung, doch bemerkte ich nach langem Suchen und Leiden: Erfüllung ruht stets in uns selbst.
Ich suchte viele Jahre nach der Liebe, bis das Leben mir zeigte: Sie beginnt mit uns selbst und findet sich ein ohne Suche.
Ich hoffte auf Absicherung und Dinge, an denen ich mich halten konnte, doch ließ mich steter Wandel begreifen: Der Wind weht immerzu, doch liegt es bei uns, ob wir starr verweigern oder uns tragen lassen.
Ich erhoffte mir die Sonne, indem andere für mich leuchten, doch zeigte mir die Zeit: In und mit uns selbst beginnt der Sonnenschein, den wir suchen.
Ich flehte in Trauer und Zweifel um Erkenntnis durch andere, doch zeigte sich mir mit alledem: Erkenntnis ruht in uns selbst.
Wünscht du dir die Sonne, so beginne mit dir selbst,
wünscht du dir die Liebe, so liebe und akzeptiere zuerst dich.
Suchst du die Erkenntnis, so frage erst dich selbst,
suchst du die Erfüllung, so lasse ebenjene Suche nach Erfolgsformeln ruhen.
Dort, wo Erfüllung in Anerkennung, Glück durch die Liebe anderer, durch Konsum und Besitz gesucht wird, dort werden viele Herzen unglücklich verweilen.
Dort, wo krampfhaft kämpfe gefochten, mühselig Pfade zu bestimmten Erfolgen erklimmt werden, ohne zu genießen, dort werden die Herzen auf Dauer ihr Feuer verlieren, ermüden und abstumpfen, stetig auf der Suche nach neuen erklimmbaren Pfaden zu Anerkennung, Karriere und nachweisbarem Erfolg, das Kämpfen in vierlerlei Hinsicht zum Credo machend, mit dem steten Gefühl, sich beweisen zu müssen.
Was wir uns wünschen, ruht oft bereits in uns selbst.
Was wir zu finden hoffen, ist oft bereits gegeben.
Schauen wir einmal tief in uns hinein, so erkennen wir: Vieles Leid und vieler Schmerz beruhen bloß auf unseren Zweifeln, Ängsten und etlichen Erwartungen. Wären nicht der Konsum, das Erfolgsorientierte, das anerzogene Streben nach Anerkennung ― uns allen könnte es besser gehen, wir alle könnten um so vieles freier sein von Schmerz, Angst und Zweifeln.
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2 thoughts on “Wege und Erkenntnisse des Lebens

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