Des Glückes Schmied

Einst fragte ein Schüler seinen Meister, warum er fröhlich sei und lache trotz der schlechten Zeiten, die ihr Tempel verzeichnete. Er sähe keinen Grund dazu, sprach er zu ihm und bat um Antwort, nagte das vermeintliche Schicksal des Tempels an ihm. Und so lächelte der Meister erneut und sprach: “Einen Grund, den brauche ich nicht, denn ich lebe für den Moment und seine Schönheit. Das schönste aller Lachen ist das, welches keinen Grundes bedarf, um zu sein. Es ist einfach.” Verwundert blickte sein Schüler zu ihm auf, und er fragte, wie er so unbefangen sein könne trotz der Situation, in welcher sich ihr Tempel befindet, und der Meister sprach erneut. ” Unbefangen sein, es hat nichts mit dem zu tun, was ich durch mein Herz hinaus auf das Äußere übertrage, denn ich bin ohne Bedingung. Und wie ich ohne Bedingung verweilen will, so verweilt auch das Sein ohne solche. Sei, und du wirst erfahren, was Bedingungslosigkeit heißt.” Von den Worten seines Meisters nachdenklich gestimmt, verließ der Schüler den Tempel und bestieg die umliegenden Berge. In jener Ruhe und Abgeschiedenheit fand auch er zum bedingungslosen Sein, und mit friedvollem Gemüt kehrte er zurück zu seinem Meister. “Meister, ich bin zurückgekehrt”, sprach er, “und ich bin in diesem Moment, befreit von allem, denn ich bin ohne Bedingung. Der Tempel ist nur ein Hammer von vielen, ich aber bin der Schmied.”

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